Organisten für einmal im Mittelpunkt
Pfarrei St. Verena: Jubiläum gefeiert
BAD ZURZACH (ua) Am Schluss des Gottesdienstes konnten Daniel Holenstein, Präsident der Kirchenpflege, Roger Schneider, Präsident des Münsterchors, und Marco Vonarburg, Pastoralassistent und Diakon, die beiden Organisten Daniel Zehnder aus Wettingen und den einheimischen Felix Wenzinger ehren.
Orgelmusik – ein wichtiger Gottedienstteil
Ein Gottesdienst ohne Orgelmusik ist wie Erdbeerkuchen ohne Schlagsahne. Die Orgel ist das klingende Herz jeder Kirche. Ihre Verkündigung erreicht direkt die Herzen der Menschen. Deshalb sind die Kirchen reich an Orgeln. Wolfgang Amadeus Mozart schrieb schon 1777 an seinen Vater: „Die orgl ist doch in meinen augen und ohren der könig aller instrumenten.“
In der Konstitution über die heilige Liturgie steht der Satz: „Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern, und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben.“
Die Orgelmusik hat einen grossen Stellenwert und eine lange Tradition. Unschwer merkte man diesen Umstand durch die Tatsache, dass Daniel Zehnder sich ausgerechnet an seinem Ehrentag durch den grossen Schneefall verspätet hatte. Marco Vonarburg, assistiert von Lektor Norbert Buchmeier und den zahlreichen Ministranten, fing so – notgedrungen – ohne Orgelbegleitung den Gottesdienst an. Ein bisschen verloren war dadurch auch die Kirchgemeinde.
Zwanzig Jahre beim Einen, fast vierzig Jahre beim Andern
Am 1. Mai 1971 bekam Felix Wenzinger seinen ersten Vertrag als Organist, am 1. Januar 1990 wurde der Vertrag erneuert, also vor rund vierzig Jahren wurde er als Chorleiter und Aushilfsorganist angestellt.
Weil auf den 1. Februar 1990 Daniel Zehnder als Organist verpflichtet wurde, nahm die Kirchenpflege diese beiden „Jubiläen“ zum Anlass, den beiden wertvollen Mitarbeitern „Danke“ zu sagen. Beide gelten als musikalisches Gewissen und wichtige Förderer musikalischer Projekte wie die Münsterkonzerte. Sie treten oftmals als Team auf und bekamen daher auch zusammen ein Geschenk.
Daniel Zehnder führt auch die Statistik über die Kirchenbesucher, die er jeweils von der Empore abschätzt, und veranstaltet auch für und mit den Ministranten dahingehend ein Lotto durch. Mögen solche Anlässe und Projekte beider loyalen Persönlichkeiten noch möglichst lange zum Segen aller andauern.
Blasiussegen zum Schluss
Der Blasiussegen ist ein Segensbrauch im liturgischen Jahr der katholischen Kirche. Der Blasiussegen wird am Gedenktag des Heiligen, dem 3. Februar gespendet, oft jedoch im Anschluss an die Heilige Messe des Festes „Darstellung des Herrn“ (Lichtmess) oder auch am folgenden Sonntag nach der Heiligen Messe.
Blasius von Sebaste war der Überlieferung zufolge Bischof von Sebaste in Kleinasien und erlitt 316 das Martyrium. Der Heilige zählt zu den vierzehn Nothelfern. Die bekannteste Erzählung über Blasius berichtet, wie er während seiner Gefangenschaft in einem römischen Gefängnis einem jungen Mann, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete.
Bei der Spendung des Blasiussegens hält der Priester oder der Diakon dem Gläubigen zwei gekreuzte brennende Kerzen in Höhe des Halses vor.